Risiken beim Aktienhandel

Aktien sind eine Form der Veranlagung und können bei guten Spekualtionen mehr Zinsen einbringen, als das klassische Sparbuch. Trotzdem ist ein Aktienkauf auch mit Risiken verbunden. Generell können vier Hauptrisiken genannt werden: Kursschwankungen, Insolvenz, Dividende und Depotgebühren bei den Bankpartnern.

Kursschwankungen:

Der Kurs einer Aktie wird nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Ist die Nachfrage sehr hoch, so steigt der Kurs, ist die Nachfrage gering, so fällt er. Ein einzelner Aktionär kann dabei wenig ausrichten, aber im Gesamtpaket oder ein Großaktionär kann dabei die Kurse um einige Prozent verändern. Für den Kauf oder Verkauf von Aktien spielen verschiedene Faktoren mit, die zum Kauf oder Verkauf der Aktie führen: die gesamtwirtschaftliche Lage, die wirtschaftliche Lage des Unternehmen, politische Einflüsse, psychologische Einflüsse uvm. Allein die Befürchtung, dass das Unternehmen wirtschaftliche Einbußen hat, veranlasst die Anleger zum Verkauf, sodass der Kurs sinkt. Es empfiehlt sich daher, Aktien langfristig zu veranlagen (bis zu 10 Jahre), da sich Kursschwankungen auf lange Sicht egalisieren.

Insolvenz:

Ein Aktionär leiht mit dem Kauf seiner Aktie dem Unternehmen Geld. Wird dieses zahlungsunfähig, kann es dem Aktionär passieren, dass er sein investiertes Geld nicht mehr zurückbekommt. Dies wird sich im Normalfall bereits beim Kurs abzeichnen. Verkauft er allerdings nicht rechtzeitig, ist er diesem Risiko ausgesetzt. Daher sind Aktien wie auch Anleihen nach dem Risiko des Anlegens geratet. Wer in Jungunternehmen investieren will, muss risikobereiter sein als Anleger, die in Firmen des DAX oder ATX investieren möchten.

Dividende:

Jeder Aktionär ist am Gewinn des Unternehmen beteiligt. Dieser Gewinn wird Dividende genannt und meist jährlich von den Unternehmen ausgeschüttet. Handelt es sich allerdings um ein schlechtes Wirtschaftsjahr oder möchte das Unternehmen für kommende Jahre vorsorgen, so kann es sein, dass den Aktionären wenig bis gar keine Dividende ausbezahlt wird.

Depotgebühren:

Dies ist nur ein am Rande erwähnter Kostenfaktor und in dem Sinn kein Risiko beim Aktienkauf. Dennoch sollte sich der Anleger bewusst sein, dass die Höhe der Depotgebühren je nach Bank unterschiedlich hoch sein kann. Die Preise schwanken hier zwischen 13,- und 40,- pro Aktion (Kauf bzw. Verkauf). Diese Kosten müssen durch Dividende oder Kurssteigerungen erst einmal hereingebracht werden, dass sich der Kauf der Aktie überhaupt lohnt. Aktienkäufe sind daher erst ab 1000,- Kapital lukrativ.